08.09.2016

Betreutes Konto

Foto: shutterstock.com

Hans Unterdorfer (Vorstandsvorsitzender Tiroler Sparkasse) und Dietmar Gschließer (Leiter Zweite Sparkasse Innsbruck) // Foto: Thomas Steinlechner

Neue Angebote für Menschen, die mehr als nur das gesetzliche „Basiskonto neu“ benötigen.

Am 4. Oktober 2006 öffnete die erste Filiale der Zweite Sparkasse in Wien ihre Türen – ein Jahr danach (am 14. September 2007) die Filiale in Innsbruck. Seither haben 350 ehrenamtliche Mitarbeiter österreichweit über 15.000 Konten für Kunden eröffnet, die bei keiner anderen Bank ein Konto erhalten hätten. 3.000 Menschen sind in diesem Zeitraum wieder von der Zweite Sparkasse erfolgreich zu einer anderen Bank gewechselt. Das Angebot für die derzeit 8.000 Kunden erweitert sich nun um ein „Betreutes Konto“ in Kooperation mit der Schuldnerberatung und ein „Unbefristetes Konto“ mit intensiver Beratung.

Mit dem ersten „Basiskonto“ in Österreich 2006 wurde einer breiteren Öffentlichkeit bewusst: Ein Bankkonto ist notwendiger Teil der Infrastruktur, die ein Mensch braucht, um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Überweisungen von Gehalt, Miete oder Energie sind ohne Bankverbindung kompliziert, teuer oder nahezu unmöglich. Nun ist pünktlich zum zehnjährigen Jubiläum der Zweite Sparkasse das Thema unfreiwillige Kontolosigkeit vom Gesetzgeber mit einem Rechtsanspruch auf ein Konto beantwortet worden. Ab dem 18. September 2016 haben alle Bürger in Österreich und der EU Anrecht auf ein einfaches Habenkonto zu einem Preis von maximal 80 Euro. Niemand darf zurückgewiesen werden. Die Zweite Sparkasse ist von dieser Regelung ausgenommen. Ihre besondere Rolle bei der Unterstützung von Menschen in finanziellen Schwierigkeiten wird vom Gesetzgeber anerkannt, ebenso die Tatsache, dass die Zweite nur von freiwilligen Mitarbeitern betrieben wird und keine Gewinnabsicht hat. Die Zweite Sparkasse konzentriert sich daher von nun an stärker auf ihre Kernaufgabe: Menschen in schwierigen finanziellen Lebenssituationen mit mehr als nur einem Konto zu unterstützen. Zwei neue Angebote – das „Betreute Konto“ und das „Unbefristete Konto“ mit intensiver Beratung –  haben diese Kunden im Blick. Hans Unterdorfer, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Sparkasse, über die Änderungen, die die neue Vorschrift für die Zweite Sparkasse bewirken wird: „Wir können ab jetzt den zentralen Auftrag der Zweite Sparkasse – Hilfe zur Selbsthilfe zu geben – noch stärker verfolgen. Jene Menschen, die bisher bei uns waren, weil sie nur hier ein Konto bekamen, aber Beratung und Begleitung durch uns und die NGOs eigentlich nicht gebraucht oder angenommen haben, werden sich nun anderswo ein Konto suchen. Der Fokus richtet sich jetzt verstärkt auf Menschen, die wir wirklich als Partner unterstützen können.“
 
Das „Unbefristete Konto“ richtet sich an Menschen, die das Angebot der Zweite Sparkasse längerfristig nutzen wollen oder müssen, weil sie dauerhaft intensive Beratung brauchen, um ihren Zahlungsverpflichtungen zuverlässig nachkommen zu können. Bisher war das Konto bei der Zweite Sparkasse auf drei Jahre befristet. Ebenfalls neu bei der Zweite Sparkasse ist das „Betreute Konto“, eine Dienstleistung der Schuldnerberatung in Kooperation mit ausgewählten Banken. Das „Betreute Konto“ richtet sich an Menschen, die in einem Betreuungsverhältnis stehen und Schwierigkeiten haben, Zahlungsprioritäten zu erkennen und einzuhalten und dadurch von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Die betroffenen Kunden haben bei der Zweite Sparkasse ein durch die Schuldnerberatung betreutes Konto, über das alle wichtigen Zahlungen wie Miete, Gas und Strom, etc. durchgeführt werden und ein eigenes Konto zur persönlichen Verfügung.
 
Das wohl außergewöhnlichste an dieser Bank ist, dass sie vom Vorstand angefangen nur von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben wird und nicht auf Gewinn ausgerichtet ist. Seit der Eröffnung der Innsbrucker Filiale im Jahre 2007 konnten bisher 1.249 Kunden mit einem Gratiskonto und laufender Begleitung betreut werden, um ihre finanziellen Verhältnisse zu ordnen und wieder in ein geregeltes Finanzleben zurückzufinden. Cirka 200 dieser Menschen sind inzwischen wieder Kunden der Tiroler Sparkasse geworden – ein Mehrwert. „In Innsbruck kümmert sich ein Kernteam von sieben Sparkassen-Pensionisten um die Bedürfnisse der Kunden der Zweiten,“ so Dietmar Gschließer, Leiter der Zweite Sparkasse Innsbruck. „Sie ermöglichen es, dass die Filiale in der Kirschentalgasse täglich von 9 bis 11 Uhr ihre Tür für ‚Menschen ohne Bank‘ öffnen kann. Sie leisten in Summe rund 1.000 Stunden Ehrenamt pro Jahr. Zusätzlich sind laufend etwa zehn aktive Sparkassenmitarbeiter im Einsatz, die in ihrer Freizeit in der Zweiten mitarbeiten.“
 
Weitere Informationen auf www.zweitesparkasse.at

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