Super Marktarchitektur
Publikation: Architektur | Ausgabe: SPEZIAL Mai 2011 | Ressort: architektur | Datum: 29.4.11

Ob nun hochwertig, biologisch wertvoll, günstig oder einfach nur gut – Lebensmittel nach seinem persönlichen Geschmack bekommt der kritische Konsument heutzutage eigentlich in jedem gut sortierten Markt. Wohin zieht es uns Einkäufer aber letztlich, kaufen und essen das Auge und unser Wohlbefinden mit, oder sind architektonische Leckerbissen einfach modern und reine Imagepflege für das Unternehmen? eco.nova hat nachgeforscht und sich mit Planern und Unternehmensvertretern unterhalten.
Im Laufe der Achtzigerjahre begannen in unserer Region hier und dort, auf der grünen Wiese, im Dorf oder der Stadt plötzlich bemerkenswerte Blickfänge in Sachen Supermarktbau zu sprießen. „Nette Idee“, dachte man sich damals, „ein moderner, schicker Lebensmittelmarkt als Kontrast zu den gewohnten Kaufhallen. Das wird sich wohl leider auf die Dauer nicht bezahlt machen und eine Einzelaktion bleiben!“ Doch siehe da, kaum war der Schritt von der einfachen, unspektakulären Errichtung einer Kaufhalle in Richtung „Architektur“ gemacht, war die Bauoffensive auch schon nicht mehr aufzuhalten. Heute entsteht kaum mehr ein Markt, der sich nicht durch eine angenehme Kaufatmosphäre für die Kunden und/oder eine aufregende Fassade präsentiert.
Tirol und seine nähere Umgebung waren und sind Vorreiter auf diesem Gebiet und langsam breitet sich die Kultur des architektonisch wertvollen Supermarktbaues in alle Richtungen aus. Exkursionen von Interessierten aus aller Welt sind inzwischen keine Seltenheit mehr!
Lesen Sie mehr über die architektonische Ausrichtung von MPREIS (im Bild die Filiale in Matrei) und Interspar in der Printausgabe.
Autor: Caterina Molzer-Sauper













