Teamwork beflügelt…
Publikation: Architektur | Ausgabe: SPEZIAL: Mai 2009 | Ressort: architektur | Datum: 24.4.09
Auf die Stärke von Arbeitsgemeinschaften setzen die Innsbrucker Architekten DI Andreas Scharmer und DI Peter Wurnig, Scharmer-Wurnig-Architekten ZT GmbH, besonders bei Großprojekten im Gesundheitsbereich oder auch im Wohnbau. Wo das Know-how von Spezialisten in geballter Kraft zusammentrifft, entstehen nicht nur optisch ansprechende, sondern auch den jeweiligen Lebensbedürfnissen optimal angepasste Objekte zum Wohlfühlen.
„Progressive Ideen entstehen immer dort, wo verschiedene Einflüsse aufeinandertreffen“, schildert DI Andreas Scharmer das Erfolgskonzept der Scharmer-Wurnig-Architekten ZT GmbH. Man könnte es fast als Multikulti-Philosophie bezeichnen, denn neue Inputs und frischer Wind sind für die beiden Architekten ebenso wichtig wie profundes Know-how und jahrelange Erfahrung.
Mit einem Mitarbeiterstab von 9 ausgebildeten Architekten und einer Architektin werden sämtliche Projekte von der Entwicklung bis zur Umsetzung im Teamwork umgesetzt. Und nicht nur das hauseigene Teamwork wird hier großgeschrieben, sondern vor allem auch das gemeinschaftliche Arbeiten mit anderen Architekturbüros. Denn nichts kann mehr beflügeln als der Austausch von Wissen und Erfahrung jedes einzelnen Mitgliedes, darüber sind sich die beiden Architekten DI Peter Wurnig und DI Andreas Scharmer einig.
Besonders bei Gesundheitsbauten ist ausgereiftes Spezialwissen von größter Bedeutung. „In ARGEs kann jeder seine Stärken ausspielen und gegenseitig vom Know-how des anderen profitieren“, ist Scharmer überzeugt. So ist es den Architekten ein großes Anliegen, bei z. B. Pflege- und Altersheimen auf ein lebenswertes Umfeld besonderen Wert zu legen und auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen einzugehen.
Großprojekte im Gesundheitswesen
90 % aller Projektaufträge werden über Wettbewerbe gewonnen. Aktuell wird die REHA Tirol, ein Rehabilitationskrankenhaus in Münster in Tirol, in einer Arbeitsgemeinschaft mit der ArchitekturConsult Graz der Architekten Eisenköck, Peyker, Gruber geplant. Das Architektentrio aus Graz ist seit Jahren auf die Planung und Errichtung von Krankenhäusern spezialisiert und konnte schon unzählige Projekte im Gesundheitswesen realisieren. Hier paaren sich also die Erfahrung und das Know-how zweier namhafter Architekturbüros mit ihrem Spezialwissen für Gesundheitsbauten im Sinne optimierter Objekte für spezielle Anforderungen.
Gerade in Bau befindet sich das Seniorenpflegeheim Neustift, das in einem geladenen Wettbewerb 2006 den ersten Preis erlangte. In einer ARGE mit Architekt Prachensky wurde ein weiteres Seniorenpflegeheim in Seefeld in Tirol soeben fertiggestellt. Dieses zweigeschossige Pflegeheim verfügt im ersten Obergeschoss über eine Intensivpflegestation mit 20 Pflegebetten und eine Normalpflegestation mit 52 Pflegebetten im ersten und zweiten Obergeschoss. Das Erscheinungsbild des Entwurfs wird geprägt durch die hohe Transparenz des Erdgeschoßes, die einerseits die Horizontalität des Gebäudes unterstreicht, andererseits den Eindruck eines schwebenden Obergeschosses hervorruft. Ein differenziertes Aufbrechen der Fassaden erfolgt durch die gewählte wechselnde Situierung der Fenster und Fenstertürflächen. Die von den Architekten gewählte Wege- und Ausblickführung ermöglicht die Wahrnehmung des großartigen äußeren Panoramas im Inneren des Pflegeheimes.
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Autor: Doris Penna
Foto: Scharmer-Wurnig













