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Innsbruck rüstet sich.

Publikation: Architektur |  Ausgabe: SPEZIAL: Mai 2009 | Ressort: architektur | Datum: 24.4.09

Die Tiroler Landeshauptstadt leistet sich seit geraumer Zeit ein sehr anspruchsvolles und international auch viel beachtetes Architekturprogramm. Renommierte Architekten wie Zaha Hadid oder David Chipperfield brachten und bringen neue Impulse für die Architektur unseres Landes, aber auch heimische Architekten leisten ihren wertvollen Beitrag. So geschehen etwa beim Projekt des neuen O-Dorfes, das für die Olympischen Jugendspiele 2012 in Angriff genommen wird.

Innsbruck hat es geschafft, was weltweit nicht oft vorkommt: Die Landeshauptstadt bekommt ein drittes Olympisches Dorf! Im Jahr 2012 wird dieses vorerst als Quartier für die Athleten der Olympischen Jugendspiele zur Verfügung stehen, danach werden die 13 Gebäudewürfel dem Wohnbau zugeführt.
eco.nova traf Vizebürgermeister Dr. Christoph Platzgummer zum erbaulichen Gespräch.

eco.nova: Im Zuge eines Architekturwettbewerbes für das dritte Olympische Dorf ging das Innsbrucker Architektenteam Reitter/Eck & Reiter als Sieger hervor. Was gab den Ausschlag für dieses Projekt?
Dr. Christoph Platzgummer:
Richtig. Das Projekt wurde von einer Fachjury einstimmig gewählt. Das neue O-Dorf ist für die Entwicklung unserer Stadt ein ganz wichtiges Element und auch städtebaulich ein durchaus interessantes Projekt. Die Architekten haben es geschafft, 13 Einzelobjekte zu einem großen Ganzen zu verbinden und gleichzeitig den hohen architektonischen Qualitätsstandards zu entsprechen, die wir uns selbst gesetzt haben. Innsbruck bekommt dadurch nicht nur ein neues Olympisches Dorf, sondern ist es gelungen, das Areal der Eugenkaserne in weiterer Folge für Wohnzwecke nutzbar zu machen. Wir konnten dafür den Bund mit ins Boot holen, den Grund erwerben und gemeinsam ein Paket schnüren, das für alle Seiten optimal ist. Die Stadt Innsbruck wiederum konnte für die Bebauung die Neue Heimat Tirol (NHT) als Partner und Bauträger gewinnen.

Wie sieht der Fahrplan für das neue „O3“ nun aus?
Ich selbst bezeichne das neue O-Dorf nicht als O3 – dies ist zwar die Bezeichnung der NHT, aber noch nicht unserer Weisheit letzter Schluss. Zur Namensfindung stelle ich mir ein Schulprojekt vor, in dessen Rahmen sich die Jugend Gedanken machen soll. Schließlich soll das Areal vorerst jungen Menschen zur Verfügung stehen. Es ist mir wichtig, auch die Jugend immer wieder in Entscheidungsfindungen mit einzubeziehen. Der Spatenstich für das Projekt erfolgt spätestens im Jänner 2010, im Spätherbst 2011 rechnen wir mit der Fertigstellung.

Lesen Sie mehr zu den Bauprojekten in Innsbruck sowie alle Infos zum neuen Olympischen Dorf in der Printausgabe.

Autor: Marina Kremser
Foto: Reitter/ Eck & Reiter, www.comm.at, Florian Schneider

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