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Auffällig unauffällig.

Publikation: Architektur |  Ausgabe: SPEZIAL: Mai 2009 | Ressort: architektur | Datum: 24.4.09

Es gibt Bauwerke, die geradezu nach Aufmerksamkeit buhlen. Und es gibt solche, die sich in nobler Zurückhaltung üben. Architekt Hanno Vogl-Fernheim hat sich erfolgreich auf Letzteres spezialisiert und überzeugt mit geradliniger Architektur, die durch das Spiel mit Materialien und Licht eine besondere Ausdruckskraft erfährt. Damit überzeugt er nicht nur Bauherren, sondern auch bei der internationalen Ausstellung „Bauhaus zwanzig-21“ als einziger Vertreter Österreichs.

Hanno Vogl-Fernheim hat es geschafft ... sich in der breit gestreuten Architektenwelt zu positionieren und etwas, was sonst keiner in ganz Österreich geschafft hat: Teil der internationalen Wanderausstellung „Bauhaus zwanzig-21“ zu sein. Diese Ausstellung – ins Leben gerufen anlässlich des 90. Jubiläums der Bauhaus-Gründung – ist ein interdisziplinäres Projekt, das die Themen Architektur, Design und Fotografie verbindet und sich anschaulich mit dem Bauhaus-Erbe im Kontext zeitgemäßen Wohnens und aktueller Architektur auseinandersetzt.
Walter Gropius und die beiden ihm nachfolgenden Direktoren des Bauhauses, die Architekten Hannes Meyer und Ludwig Mies van der Rohe, führten Richtlinien ein, die zu Grundlagen der modernen Architektur wurden. Ihre Theorie zielte auf die Gestaltung klassischer Formen ohne überflüssiges Dekor. „Bauhaus zwanzig-21“ stellt damalige Projekte heutigen gegenüber und macht deutlich, dass Qualität und klassische Formen immer Bestand haben. Die Ausstellung zeigt 12 zu Ikonen gewordene Schöpfungen der Bauhaus-Architektur in der Gegenüberstellung zu 12 aktuellen Projekten sowohl junger, vielversprechender wie auch international renommierter zeitgenössischer Architekten – allesamt illustriert in einer Bilderfolge des amerikanischen Fotografen Gordon Watkinson. Die Arbeiterkammer Reutte (2006) von Hanno Vogl-Fernheim ist dabei das einzige Projekt aus Österreich. Gegen­übergestellt wird es dem Bauhaus-Projekt „Dessauer Arbeitsamt von Walter Gropius 1929“. Die Wanderausstellung ist nicht nur in Europa zu Gast, sondern wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf Asien/Südostasien ausgeweitet. Ob sie hierzulande Station machen wird, ist noch nicht geklärt.

Lesen Sie den gesamten Artikel und mehr zu den Projekten in der Printausgabe.

Autor: Marina Kremser
Foto: Markus Bstieler

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