Architektur auf dem Gletscher.
Publikation: Architektur | Ausgabe: SPEZIAL Mai 2010 | Ressort: architektur | Datum: 30.4.10
Sölden bietet ab Dezember 2010 wieder ein absolutes Highlight. Diesmal ein architektonisches:
Auf den Gaislachkogl wird eine der spektakulärsten und modernsten Seilbahnen Österreichs errichtet. Kosten: 38 Millionen Euro.
Die ersten Maßnahmen für die Errichtung der neuen 3-S-Bahn (Dreiseilbahn) wurden bereits im Sommer 2009 gesetzt. So wurden zum Beispiel die Fundamente für die Bergstation bereits betoniert. Seit Mitte April sind die Arbeiten wieder voll im Gange. Mit dem bekannten Architekten Johann Obermoser aus Innsbruck konnten die Bergbahnen Sölden ein atemberaubendes Projekt entwickeln.
An der Talstation bildet ein schlankes Stahlskelett die längliche Gebäudehülle. Die Außenhaut besteht aus einer reißfesten und transparenten Kunststofffolie, welche den Blick in das Innere der Station ermöglicht. Rund 16 Meter wird die Talstation in die Höhe ragen. Durch die außergewöhnliche Architektur wird sie sich aber trotzdem perfekt in das Ortsbild einbetten. Dieses Erscheinungsbild wird sich an der Mittelstation fortsetzen. Von dort ist es möglich, über eine abschüssig verlaufende Rampe auf die Piste zu fahren, oder weiter auf die über 3.000 Meter hohe Bergstation zu fahren. In weniger als 15 Minuten ist es möglich, vom Ort Sölden in 1.363 Meter Seehöhe auf den 3.040 Meter hohen Gaislachkogl zu fahren.
Die neue Bergstation muss aus geologischen Gründen um 30 Meter nach Norden versetzt werden. Die letzte Stütze misst 50 Meter in der Höhe und in der Breite. Damit könnten 28 reguläre Liftstützen gebaut werden! Die Bahn der ersten Sektion kann pro Stunde 3.600 Personen befördern. Das ist Weltrekord. Bis Weihnachten 2010 soll die spektakuläre Bahn in Betrieb sein. 38 Millionen Euro werden dafür investiert.
Autor: Bruno König
Foto: Obermoser













