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Kommt die große Krise?

Publikation: Wirtschaftsmagazin |  Ausgabe: Dezember 2011/Jänner 2012 | Ressort: eco.mobil | Datum: 7.12.11

Nach einem der erfolgreichsten Jahre des heimischen Automobilmarktes zeichnen namhafte Experten nun ein düsteres Bild für die Zukunft. Demnach soll Westeuropa 2012 zur Problemregion der Autoindustrie werden. Wir fragten bei den Tiroler Autohändlern nach.

Der Erfolg am heimischen Automobilmarkt hat sich auch im letzten Drittel des Jahres fortgesetzt. Bis Ende 2011 werden österreichweit insgesamt mehr als 350.000 Personenkraftfahrzeuge neu zum Verkehr zugelassen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Zuwachs von mehr als acht Prozent. Unter den Top-15-Modellen findet sich wenig überraschend der marktführende VW-Konzern mit seinen Marken VW, Audi, Seat und Skoda. Wobei der Golf in seiner mittlerweile sechsten Generation nach wie vor mit Abstand das beliebteste Fahrzeug ist. Mit Respektabstand folgt der Polo auf Rang zwei. Der dritte Stockerlplatz geht an Renault mit dem Megane, Platz vier an den Focus von Ford und Opel mit dem Astra schaffte es auf Rang fünf. Die Rüsselsheimer sind gleich mit drei Modellen (Astra, Meriva, Corsa) im Ranking vertreten. Daneben schaffte es auch KIA mit dem Cee‘d und BMW mit dem X3 in die Top-15-Wertung.

Damit wird 2011 wohl als eines der stärksten Jahre in die Geschichte des Autohandels eingehen. Denn Experten gehen davon aus, dass die Zukunft der Autohändler weit weniger rosig aussieht. Ferdinand Dudenhöffer vom „Center Automotive Research“ (CAR) geht sogar davon aus, dass 2012 das schlechteste Jahr seit 18 Jahren für den Autohandel wird. Die Gründe dafür sieht er in der Reaktion auf die Schuldenkrise sowie der nachlassenden Konjunktur. „2012 ist mit einem Rückgang der Verkäufe von rund 5,3 Prozent zu rechnen“, sagt er voraus. Das wären in Westeuropa immerhin mehr als 670.000 Fahrzeuge. So viel, wie zwei große Werke im Jahr produzieren.

Weiters geht Dudenhöffer auch davon aus, dass die Märkte in Asien, Südamerika und Russland stagnieren werden, was die Automobilproduzenten zusätzlich unter Druck bringt.

Lesen Sie die Prognosen der heimischen Autohändler in der Printausgabe.

Autor: Bruno König
Foto: Bruno König

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