Nicht nur für Reinhold Messner.
Publikation: Wirtschaftsmagazin | Ausgabe: Februar 2010 | Ressort: eco.mobil | Datum: 5.2.10
Er ist wirklich real und kein Fabelwesen. Dazu ist er flexibel, geräumig, solide verarbeitet und auch optisch ansprechend. Die Rede ist vom Skoda Yeti. Dieser erweist sich im Test als treuer Begleiter auf allen Pfaden.
1986 beschrieb Reinhold Messner den Yeti noch als eine Art Tibetbär, den er mehrfach bei seinen Expeditionen am Himalaya gesehen haben will. Heute, mehr als 20 Jahre
später, ist der Yeti ein vollwertiger, robuster und treuer Begleiter aus dem Hause Skoda. Seitdem wird der Yeti zunehmend öfter auf unseren heimischen Straßen gesichtet. Rein optisch ähnelt er weniger dem Tibetbären, sondern vielmehr seiner Verwandtschaft aus dem Familienhaus Skoda. Vor allem im Frontbereich ist das Markengesicht sofort zu erkennen, das Heck ist zwar einfach, aber dennoch gelungen und praktisch. Überhaupt wirkt unser dunkelgrüner Testwagen mit 140 PS starkem TDI-Motor und 4x4-Antrieb sehr sympathisch und bodenständig. Zwar gewinnt er eher keinen Schönheitswettbewerb, aber er ist ein echter Kumpel, ein Typ zum Pferde stehlen, wie man so schön sagt. Dazu ist er sauber und ordentlich verarbeitet, wirkt qualitativ hochwertig und kommt aus gutem Hause, dem VW-Konzern.
Sicher auf allen Wegen
Neben seiner guten Verarbeitung und seiner offenen, direkten Art zeichnet sich der Yeti auch besonders durch sein sicheres Fahrverhalten aus. Hier macht sich die Technik, die der Yeti vom VW Tiguan bekam, deutlich bemerkbar. Dank dem optional erhältlichen Allradantrieb bewältigt er gut ausgebaute Straßen ebenso wie Forstwege, aber auch mittelschweres Gelände. Per Knopfdruck auf die Offroad-Taste ist auch die steilste Bergabfahrt sicher zu bewältigen. Durch flotte Kurven bringt der zwangsläufig erhöhte Schwerpunkt zwar eine deutliche Karosserieneigung, was jedoch auf die Fahrsicherheit keine Auswirkung hat, da die straffe Fahrwerksabstimmung der Wankbewegung einen Riegel vorschiebt. Trotzdem bleibt der Komfort dabei erhalten. Selbst große Wellen und Fahrbahnunebenheiten gleicht der kleine SUV problemlos aus.
Ordentlich und übersichtlich
Auch im Innenraum erwartet die Insassen keine Überraschung. Alles da, wo es sein sollte, wie man es aus dem VW-Konzern kennt. Ein großes, übersichtliches Radiodisplay und große, gut bedienbare Schalter. Der Rundumblick ist dank der großen Scheiben und der erhöhten Sitzposition bestens. Alles in allem ein überaus gelungenes Auto. Auch die Preisgestaltung mit einem Einstieg bei 18.980 Euro (allerdings 2WD) gibt keinen Anlass zur Kritik. Der Allrad startet mit 24.980 Euro samt reichhaltiger Serienausstattung. Gute Voraussetzungen, um den Erfolg der tschechischen Marke in VW-Hand weiter zu festigen.
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Autor: Bruno König
Foto: Bruno König













