Die Schule des guten Geschmacks
Publikation: Wirtschaftsmagazin | Ausgabe: Feber 2012 | Ressort: eco.life | Datum: 1.2.12
Es ist schon ein paar Jahre her, seit die ehemalige Gilmschule dem Restaurant Sitzwohl im Innsbrucker Stadtforum gewichen ist. War hier früher eine der größten Ängste das Sitzenbleiben, so tut man dies heute gerne. Es hat sich viel verändert ...
Sitzwohl – nomen est omen! Egal, ob auf der Terrasse vor dem Lokal, an der Bar oder im ersten Stock im Restaurant. Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler haben vieles richtig gemacht. Und so wird in der ehemaligen Schule immer noch gelehrt: guter Geschmack nämlich – und für die Hausaufgaben gibt‘s ab sofort ein neues Kochbuch.
Wenn ein Restaurant, dann ein Sitzwohl
Aus jeder Hektik herausgelöst, wohlsitzend und wohlfühlend, präsentiert sich eine abwechslungsreiche Küche, die nicht die lokale Herkunft leugnet, zugleich aber auch mit überregionalen und internationalen Anmerkungen verzaubert: modern, schnörkellos und verlässlich. Bereits im Novelli überzeugte Irmgard Sitzwohl mit ihren toskanischen Aromen, Nudelteigen und Risotti. Sie hegt eine offensive Liebe zu Geflügel wie Wachtel oder Zitronenhendl, aber auch zu feinen Innereien sowie zu Schmorfleisch in starken Säften. Mittlerweile neigt sie sich – seit zwei Jahrzehnten unterstützt von ihrer kongenialen Partnerin Elisabeth Geisler – auch gelegentlich in die spanische Richtung oder bringt eine Prise Asia ein: Irmgard Sitzwohl und Elisabeth Geisler haben sich auf eine wunderbar zeitgemäße Küche konzentriert, die jetzt in einem eigenen Kochbuch zelebriert wird.
In „Sitzwohl – Unser Kochbuch“ gibt‘s rund 80 puristische und hocharomatische Gerichte, eingeteilt nach Jahreszeiten, nicht immer ganz einfach nachzukochen (der Großteil ist für ambitionierte Köche jedoch durchaus machbar!), dafür aber immer mit dem Touch Sexyness versehen. Im Anschluss gibt‘s praktische Basics vom Nudelteig bis zu verschiedenen Fonds sowie leckere Einkoch-Rezepte von Produkten, die‘s auch in der hauseigenen Geislerei zu kaufen gibt. In Szene gesetzt wird das Buch von Fotografin Luzia Ellert, die nicht nur die Speisen ins rechte Licht rückt, sondern auch die Menschen dahinter.
Foto: Julia Türtscher













