Die besten MitarbeiterInnen selbst gemacht.
Publikation: Wirtschaftsmagazin | Ausgabe: Juli/August 2010 | Ressort: eco.zukunft | Datum: 1.7.10
Personaleinstellung und -entwicklung durch Aus- und Weiterbildung ist heute eine komplexe Aufgabe für jedes Unternehmen. Wie verändert sich derzeit Weiterbildung in Unternehmen und Organisationen? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Wirtschaftsentwicklungen auf Unternehmen und Anbieter? Erfolgreiche Unternehmen nützen Zeiten mit weniger Aufträgen für die Weiterentwicklung ihrer MitarbeiterInnen – wie machen sie das am besten? Fragen über Fragen, die viel Beschäftigung mit dem Thema und auch Kreativität und Einsatz erfordern. Wir haben Experten gefragt, wo die Trends hingehen und worauf Unternehmen heute unbedingt achten sollten.
Heißer Kampf um High Potentials
Mag. Siegmund Kurzthaler hat viele Jahre Erfahrung in der Personalberatung, der Personalentwicklung und dem Personalmanagement. Mag. Kurzthaler: „Im
Personalmanagement arbeiten wir seit vielen Jahren sehr erfolgreich mit dem Modell des ,Integrierten Personalmanagements‘. Das verschafft unseren Kunden eine klare Orientierung. Aus der intensiven Begleitung von Unternehmen haben wir einen breiten Erfahrungsschatz zur Verfügung, der in unsere Kundenprojekte einfließt.“ Im Gespräch mit eco.nova nimmt Mag. Kurzthaler zu aktuellen Veränderungen Stellung. Gibt es markante Veränderungen, worauf müssen Unternehmen heute im Bereich Personalmanagement und Personalentwicklung achten und was sind echte Erfolgsfaktoren im Personalmanagement?
Das Interview mit Mag. Siegmund Kurzthaler lesen Sie in der Printausgabe.
Ein ganzer Strauß an wissenschaftlichen Fragestellungen
Im Forschungszentrum „Organisationsforschung“ der Universität Innsbruck befassen sich verschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen mit dem Verstehen, Erklären und Gestalten von Organisationen und Prozessen des Organisierens. Was da ein wenig sperrig klingt, sind sehr interessante Themen, bei denen es um die Frage geht, wie sich Unternehmen, Organisationen und die Gesellschaft verhalten und verändern und wie sie „lernen“ im Sinne von sich weiterentwickeln. Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Piber, Institut für Organisation und Lernen, koordiniert gemeinsam mit Leiter Univ.-Prof. Dr. Stephan Laske das Forschungszentrum.
Dr. Martin Piber: „In weiten Bereichen des wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Lebens bilden Organisationen Kristallisationspunkte der Entwicklungsdynamik. Sie stellen die Form dar, mit der Arbeitsbeziehungen gestaltet, Interessen verfolgt und soziale Strukturen gefasst werden. Organisationen greifen somit wesentlich in die lebensweltlichen Bezüge von Menschen ein und beeinflussen andererseits den gesellschaftlichen Fortschritt auf entscheidende Weise. Bei der Weiterbildung gerade in Unternehmen geht es um die Frage, wie kommt Wissen in die Organisationen. Wissen verändert sich laufend. Organisationen müssen heute sehr flexibel sein und in der Lage, auf eine Vielzahl an sich schnell ändernden Bedingungen zu reagieren. Wir haben an der Universität Innsbruck im Jahr 2010 aus dem Forschungsschwerpunkt ein eigenes Forschungszentrum zum Thema „Organisationsforschung“ gebildet. Damit wurde ein Netzwerk mit vielen verschiedenen Fachrichtungen und Wissenschaftlern in Österreich und aus anderen Ländern geknüpft, in dem wir Fragestellungen und die Forschungsergebnisse regelmäßig vorstellen und austauschen. In den Veranstaltungen wird immer auch die „Praxisseite“ in Form von Unternehmen und Organisationen eingebunden und die Forschungsfragen werden in gemeinsamen Projekten bearbeitet.“
Lebensbegleitendes Lernen für Unternehmen maßgeschneidert
Für Unternehmen ist es interessant zu wissen, mit welchen Fragen sich die Wissenschaft beschäftigt, im Alltag geht es aber dann ganz praktisch vor allem aber um die Frage, wie zusätzliches Wissen gezielt ins Unternehmen gelangen kann. Im Führungsbereich reicht es für Unternehmen dabei meistens nicht aus, das der Eigeninitiative der MitarbeiterInnen zu überlassen. Das MCI – das Management Center Innsbruck – hat dazu maßgeschneiderte Unternehmenstrainings entwickelt. Dr. Andreas Altmann, Leiter des MCI: „Gerade für uns als unternehmerische Hochschule liegt es nahe und macht auch Sinn, für Unternehmen Trainings anzubieten. Unsere Studierenden und auch Lehrenden können ihre Modelle und Studien dabei in der Praxis anwenden und weiterentwickeln und Unternehmen erhalten Trainings auf der Grundlage neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse. Moderne Weiterbildung vermittelt nicht mehr isolierte Kenntnisse zu verschiedenen Fachbereichen, sondern trainiert MitarbeiterInnen ,on the job‘ und vermittelt bei konkreten Problemlösungen neue Fähigkeiten, Instrumente und Wissen über Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten.“
Den gesamten Artikel finden Sie in der Printausgabe.
Autor: Barbara Wildauer













