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Passagierplus trotz Krise und Eyjafjallajökull.

Publikation: Wirtschaftsmagazin |  Ausgabe: Juli/August 2010 | Ressort: eco.wirtschaft | Datum: 1.7.10

Weder die Wirtschaftskrise noch der isländische Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen konnten den Flughafen Innsbruck in seiner wirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen und aktuellen Jahr einbremsen, im Gegenteil: Im Krisenjahr 2009, dem schlechtesten Jahr der internationalen Luftfahrt, hat der Flughafen Innsbruck sein bisher bestes Betriebsergebnis erzielt.

Geschäftsführer und Flughafendirektor Mag. Reinhold Falch im Gespräch mit eco.nova:
eco.nova: Der Flughafen Innsbruck hat im Krisenjahr 2009 – im Gegensatz zu den meisten anderen österreichischen und europäischen Flughäfen – sein bestes Betriebsergebnis erzielt. Worauf ist dieser Erfolg zurückzuführen?
Mag. Reinhold Falch:
Dass wir in einem so schwierigen Jahr für die Luftfahrt das bisher beste Ergebnis unseres Unternehmens erzielen konnten, hat mehrere Gründe: Zum einen liegt der Flughafen Innsbruck geo­grafisch sehr günstig, die kurzen Transferzeiten zu den wichtigsten Skigebieten und das generelle Image Tirols als eine der beliebtesten internationalen Winter- und Skiregionen kommen dem Flughafen Innsbruck als Ziel­destination der zahlreichen internationalen Charter- und Linienflüge natürlich auch zugute.
Zum anderen setzen wir in unserer Geschäftsgebarung schon seit Jahren auf wirtschaftliche Stabilität und Nachhaltigkeit, wir konzentrieren uns auf Tirol und den Luftverkehr in unserem Einzugsgebiet, wir produzieren keine Überkapazitäten und verfolgen konsequent unsere bisher erfolgreiche Geschäftspolitik. Das hat sich in der Krise bewährt.
Im Linienverkehr konnten Sie 2009 einen Zuwachs von über 5 % erzielen. Was sind die wichtigsten Linienstrecken?
Die Strecke Innsbruck–Wien–Innsbruck ist naturgemäß unsere wichtigste Linienstrecke, sie wird bis zu neunmal täglich geflogen und verzeichnet 340.000 Passagiere pro Jahr. Zweitwichtigste Destination im Linienflugverkehr ist Frankfurt mit 4 Hin-/Retourflügen pro Tag, danach kommt London, wobei im Winter bis zu 4 Frequenzen pro Tag angeboten werden. Der Flughafen Innsbruck verfügt im Winter mit 21 Liniendestinationen übrigens über ein so ausgeprägtes Liniennetz wie kein anderer österreichischer Bundesländer-Flughafen.
Wie ist das generelle Verhältnis der Winter- zur Sommersaison hinsichtlich Passagieraufkommen und Linien- bzw. Charterverbindungen?
Im Linien- und Charterverkehr wurden im Jahr 2009 insgesamt 956.972 Passagiere abgefertigt. Im Jahr 2009 haben 67 % unserer Fluggäste die Linienverbindungen und 33 % die Charterflüge in Anspruch genommen. Das Gesamtverhältnis Linien- zu Charterflügen war über lange Jahre ca. 50:50 und hat sich im letzten Jahr zuguns­ten des Linienverkehrs verschoben. Die Auslastung der Linien- und Charterflüge betrug im abgelaufenen Jahr 64,5 %.

Das gesamte Interview lesen Sie in der Printausgabe.

Autor: Barbara Liesener
Foto: Florian Schneider

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