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Wirtschaftsmotor IT – das Nervensystem unserer Gesellschaft und Wirtschaft

Publikation: IT |  Ausgabe: SPEZIAL Jänner 2011 | Datum: 10.12.10

Die Informationstechnologie ist ohne Zweifel zu einer Schlüsseltechnik geworden. Sie schafft eigene Produkt- und Dienstleistungsmärkte und durchdringt in zunehmender Weise sämtliche technischen Produkte in allen Sektoren der Gesellschaft sowie in allen Branchen der Wirtschaft, in Forschung und Entwicklung, Produktion, Dienstleistung und Verwaltung.

Die Informationstechnologie ist ohne Zweifel zu einer Schlüsseltechnologie geworden. Sie schafft eigene Produkt- und Dienstleistungsmärkte und durchdringt in zunehmender Weise sämtliche technischen Produkte in allen Sektoren der Gesellschaft sowie in allen Branchen der Wirtschaft, in Forschung und Entwicklung, Produktion, Dienstleistung und Verwaltung.

Jedes Auto, jedes Handy, jeder Bankomat, jeder Zug verwendet IT, um optimal zu funktionieren. In Unternehmen ist eine funktionierende EDV schon lange unverzichtbar. IT vereinfacht nicht nur verschiedenste Prozesse, sondern optimiert sie auch und steigert so die Produktivität. „Die IT ist zur Kernkompetenz und zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Unternehmen und Wirtschaftsregionen geworden“, ist Dipl.-Inform. Christoph Holz, Geschäftsführer holzweg und Obmann der Fachgruppe UBIT in der WK Tirol, überzeugt.

„Würde die IT nicht funktionieren, würden wir zum Beispiel innerhalb weniger Tage vor leeren Lebensmittelgeschäften stehen, der Verkehr würde stillstehen aufgrund ausgefallener Ampelanlagen und so manches Unternehmen müsste binnen kürzester Zeit seinen Betrieb einstellen“, berichtet auch Dr. Stefan Illwitzer, Gesellschafter von pitagora und IT-Berufsgruppensprecher, über nur einige von vielen Einflüssen der IT auf unser tägliches Leben. Dahinter verbirgt sich eine große Chance, diesem Prozess nicht hinterherzuhinken, sondern ihn aktiv mitzugestalten.

Mitgestalten statt mitlaufen

Die Entwicklung war rasant und wird noch rasanter fortschreiten. „Als Wirtschaftsstandort ist es für Tirol umso wichtiger, hier mitzuhalten. Wir dürfen in Tirol nicht nur Mitläufer sein und uns in Abhängigkeiten begeben, sondern wir wollen die Zukunft aktiv mitgestalten. Der Produktivitätsvorsprung durch IT steht erst am Anfang, wir dürfen diesen Zug nicht verpassen, um auch nachhaltig unseren Wohlstand in Tirol zu erhalten und auszubauen“, ist es Christoph Holz ein großes Anliegen. Im IT-Sektor sind in den letzten beiden Jahrzehnten besonders viele Unternehmen gegründet und ebenso viele Arbeitsplätze geschaffen worden. Diesen Trend gilt es laut Holz noch weiter voranzutreiben.

Die vierte digitale Revolution

Je mobiler die IT mit ihren Endgeräten wird, umso mehr Informationen stehen den Nutzern zu jeder Tages- und Nachtzeit zur Verfügung. „Wir erleben gerade die vierte digitale Revolution“, beschreibt Fachgruppenobmann Dipl.-Inform. Christoph Holz die Fortschritte der letzten Jahrzehnte: „Die erste begann mit der Erfindung des Mikroprozessors, die zweite mit der großen Verfügbarkeit von PCs, die dritte mit der Vernetzung untereinander, sprich mit dem Internet, und die vierte digitale Revolution ist für Christoph Holz die große Mobilität der Endgeräte, die Wissen überall verfügbar macht. Das zieht auch einen gesellschaftlichen Wandel nach sich“, ist der Experte überzeugt, „denn Endverbraucher sind heute viel informierter als früher, können auf Knopfdruck Preisvergleiche am Handy abfragen oder beim Wandern alternative Wege oder Hütten suchen“. Tatsächlich macht die Vernetzung und Mobilität den Konsumenten mündiger und die Wirtschaft transparenter, ein Umdenken für viele Unternehmen ist längst notwendig geworden.

Gesunde Vielfalt

Neben den klassischen Infrastrukturdienstleistern, die den täglichen Betrieb der EDV in all unseren Betrieben gewährleisten, gibt es auch sehr viele verschiedene andere IT-Unternehmen, wie Softwareentwickler, Webdesigner, Berater, Sicherheitsspezialisten, Händler von Hard- und Software und viele mehr. Eines haben aber alle gemeinsam. Sie brauchen eine entsprechende Infrastruktur und bestens ausgebildete Mitarbeiter.
„Die Vielfalt innerhalb der Tiroler IT-Branche ist gut und gesund, es herrscht eine sinnvolle Arbeitsteiligkeit, viele profitieren sozusagen gegenseitig voneinander“, freut sich Dr. Stefan Illwitzer. „Von kleinen Einzelunternehmern bis zu international erfolgreichen Unternehmen ist in Tirol wirklich die volle Bandbreite vertreten.“
Ein großer Vorteil der IT-Branche für den Standort Tirol ist wohl auch die Tatsache, dass die IT keine begleitende Industrie benötigt, keine Emissionen verursacht und auch keine großen Betriebsanlagen voraussetzt. Das Einzige, was die IT benötigt, ist Strom. Und kluge Köpfe. Und die sind ja vorhanden.

Tiroler mag man eben

Aus der Vogelperspektive betrachtet mag unser erfolgreiches Tiroler Tourismusimage so manche Leistungen anderer Bereiche überstrahlen, so zum Beispiel auch die der IT-Branche. „Schön wäre es, wenn wir die Marke Tirol auch um den technologischen Kompetenzfaktor erweitern könnten,“ schwärmt Fachgruppenobmann Christoph Holz und ist dabei auch stolz, ein Tiroler zu sein. Denn Tiroler sind überall beliebt, auch wenn wir Tiroler unser Licht oft unter den Scheffel stellen. Diese Erfahrung hat auch Ing. Alfred Gunsch als geschäftsführender Gesellschafter von Kubusnet.at, einem österreichweit agierenden Internet-Serviceprovider, gemacht. „Gerade in den östlichen Bundesländern, aber auch in Südtirol und Bayern werden wir Tiroler wegen unserer unkomplizierten Art gerne gesehen und als lösungsorientierte Anbieter geschätzt.“

Glanzlichter aus Tirol

Tirol mag vielleicht noch ein kleiner IT-Standort sein, doch finden sich hier zahlreiche und sehr erfolgreiche Unternehmen, die sich entweder regional oder sogar international behaupten können. Kluge Köpfe, die den Mut haben, ihr Wissen, ihr Know-how, ihre Entwicklungen oder Produkte erfolgreich umzusetzen. Spektakuläre Software-Entwicklungen, die vielleicht noch Insidern ein Begriff sind, einer breiten Öffentlichkeit aber eher unbekannt. Aber auch die kleinen, meist Ein-Personen-Unternehmen, die tagtäglich an der Front im Einsatz für ihre Kunden sind, zeugen von großer Flexibilität und Innovationsgeist. Und letztlich zeigt sich die IT-Branche auf Grund ihrer Mobilität auch als familienfreundlich, wie in einem späteren Artikel über Vereinbarkeit von Beruf und Familie anhand erfolgreicher Beispiele noch erläutert wird.

Autor: Doris Penna

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