Was guckst Du?
Publikation: sommer | Ausgabe: SPEZIAL Juli 2010 | Ressort: kunst.kulinarik | Datum: 29.6.10
Tirol besitzt viele verschiedene Musentempel und ganz nach Geschmack kann sich jeder küssen lassen. Und das fast überall, denn auch in den kleineren Gemeinden engagieren sich Bürger für ihre Mitmenschen, suchen und sammeln, reparieren und restaurieren, tragen bei zum Erhalt des reichen kulturellen Schatzes des Landes.
Denkt man an Museen in Tirol, fallen einem natürlich zuerst die imposanten Bauten ein und die großen Häuser. Natürlich ist die Festung Kufstein immer einen Besuch wert, weil die dicken Mauern in den letzten 800 Jahren einiges erlebt haben und wechselnde Ausstellungen davon erzählen. Ein Pendant dazu sind die Swarovski Kristallwelten in Wattens. Erst 10 Jahre jung und nicht oben auf dem Berg, sondern unten im Boden. Was an Symbolik kaum zu toppen ist, denn Einheimische und Zuagroaste haben aus den Bergen so ziemlich alles an Metallen und Mineralien geschürft, was die Berge hergaben: Silber und Salz sowieso, aber auch Gold und Blei und Kupfer – davon zeugen heute etliche Schaubergwerke mit Stollen und Grubenbahnen in der Tiefe sowie Themenwegen und rekonstruierten Hütten und Häusern am Wegesrand.
Ein Museum mache aber nur richtig Sinn, wenn es auch mit der notwendigen Leidenschaft geführt werde, sagt Dr. Andrea Aschauer, und sie darf sich dieses Urteil erlauben, weil sie so ziemlich alle Museen im Land besucht hat. Im Dienste der Wissenschaft für die Promotion und anschließend für die Produktion des ersten vollständigen Museumsführers des Landes. Pionierarbeit im Interesse eines breiten Publikums, die Publikation präsentiert ein buntes und originelles Bild von Tirol. Private Leidenschaft und persönliches Wissen prägen etliche Sammlungen und für Innsbruck hat die Ethnologin drei Tipps parat, die der klassische Museenbesucher nie auf der Rechnung hätte.
Viele Tipps abseits klassischer Museen finden Sie in der Printausgabe.
Autor: Stefan Becker
Foto: Stefan Becker













