Ramba-Zumba
Publikation: Wohlfühlen | Ausgabe: SPEZIAL März 2011 | Ressort: wohl.fühlen | Datum: 3.3.11

Zumba belebt Körper und Geist. Auf eine gnadenlos sympathische Art und Weise, denn das Workout beatet den Rhythmus, wo wirklich jeder mit muss.
Frauenpower im Turnsaal
Volksschule Neu-Rum, 19.30 Uhr: Nina Capasso tanzt mit ihrem Team an, die Musikbox im Schlepp, einen Karton mit knalligen Leibchen unterm Arm und ein Glänzen in den Augen. Noch kicken kleine Jungs in der Halle, doch pünktlich um 20 Uhr verwandelt sich der triste Bau in eine Disco, fangen Sprossenwand und Ringe an zu swingen. Wenn zig Frauen jeden Alters alle Nervereien des Alltags vergessen, sich anstrengen und amüsieren, weil die Musik einfach Spaß macht und es keinen interessiert, wie synchron die Schritte ausfallen. Die Ambitionierten achten natürlich genau auf die kleinen Choreographien der insgesamt fünf Vortänzerinnen, die Passionierten geben sich der Musik hin und drehen auch mal eine Pirouette in die andere Richtung. Allein der Spaß zählt und nach fünf Minuten ist sowieso Pause: klatschen, Schweiß trocknen, Schluck trinken, Sätzchen sagen zur Nachbarin, weiterrocken. Denn „die Nina“ macht den Damen richtig Beine.
Die Nina stolperte über Zumba vor sechs Jahren im Osten der USA. Schon seit der Jugend mit dem Fitnessvirus infiziert, fand sie ihr sportliches Glück in einer größeren Garage in New Hampshire. „Dort gab Sarah Reid ihre Zumbaklassen und ich war sofort davon begeistert“, erzählt das blonde Energiebündel. Still sitzen geht gar nicht und darum düst sie nach der Arbeit bei Swarovski an drei Abenden zu ihren wartenden Zumbadamen nach Rum, Hall und Mils. 2009 hatte sie den offiziellen Instruktorenschein in der Tasche und etablierte das Party-Workout in Tirol. Los ging es in einem Raum an der Sportuni und bis heute hält sie an ihrem Konzept fest: Die Peripherie pulsiert, die Kasse klingelt und alle sind glücklich. Also Zumba. Mit Merengue, Samba, Salsa, Hip-Hop – Hauptsache tanzen. Ganz nebenbei verliert Frau dabei ein paar Pfunde, Mann mangels Präsenz eher keine, und zur Belohnung gönnen sich die Damen manch knalliges Leibchen. Oder Armbändchen. Als stolzes Zeichen der Zumba-Society.
Übrigens: Zumba gibt's auch speziell für Kids.Infos dazu: Zwerglparadies NiMa's in Innsbruck.
Autor: Stefan Becker
Foto: Stefan Becker













