17.03.2020

Wälder als Klimahelden

Foto: Fotolia

Dank des extrem hohen Vorfertigungsgrades konnte der 340 Betten fassende Hotelkomplex „Tirol Lodge“ am Wilden Kaiser nach nur sechs Monaten Montagezeit fertiggestellt werden. // Foto: Archimos.at

Mit 24 Stockwerken und 84 Metern Höhe ist das Holzhochhaus HoHo in Wien das derzeit zweithöchste Holzgebäude der Welt. // Foto: cetus Baudevelopment u kito at

Seit den 1970er Jahren wird weltweit am 21. März der internationale Tag des Waldes begangen.

Die Fähigkeit der Wälder bzw. Bäume und der daraus produzierten Hölzer und Holzwerkstoffe, klimaschädliches CO2 zu binden, spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Besonders großvolumige Holzbauten im urbanen Raum leisten einen großen Beitrag. Deshalb engagiert sich proHolz Tirol im Rahmen des EU-Projekts „Build-in-Wood“ gemeinsam mit 20 internationalen Partnern, Holz zur gängigen Materialwahl für den Bau von mehrstöckigen Gebäuden zu machen.

Der Tag des Waldes steht in diesem Jahr im Zeichen der Biodiversität und Nachhaltigkeit. Die hohe Artenvielfalt stärkt den Wald und trägt zur Widerstandsfähigkeit gegen klimatische Veränderungen bei. Der Aktionstag soll außerdem das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung des Waldes und der Holzproduktion für Umwelt und Klima, aber auch für die lokale Wirtschaft stärken. Wie wichtig Wälder in unserer Kulturlandschaft sind, ist schnell an ihrer Fläche zu erkennen: Insgesamt bedecken 3,4 Milliarden Bäume grob 47 Prozent der Oberfläche Österreichs – und der Wald wächst weiter.
Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler zeigt sich zuversichtlich: „In Österreich wächst jährlich mehr Holz nach als geerntet wird. So beträgt der jährlich im Wald verbleibende Holzzuwachs in Österreich ca. vier Millionen Kubikmeter. Das ist genug Holz für 100.000 neue Einfamilienhäuser.“

Wälder gegen den Klimawandel

Wälder produzieren nicht nur den Sauerstoff, den wir zum Atmen benötigen, sondern binden auch große Mengen des schädlichen Treibhausgases CO2. Jeder Kubikmeter Holz entlastet die Atmosphäre um etwa eine Tonne CO2: ca. so viel wie ein durchschnittlicher PKW  auf der Strecke von Mailand nach Moskau und zurück (~5.500 km) ausstößt. Wird Holz zum Bau von Wohnhäusern, Brücken oder Möbeln eingesetzt, bleibt der Kohlenstoff langfristig darin gebunden und kann nicht zur Erderwärmung beitragen.

Wald als nachhaltiger Rohstofflieferant

Im Gegensatz zu anderen Baustoffen wie Beton, Stahl, Zement oder Glas wächst der Baustoff Holz ohne Zugabe von Chemikalien und ganz natürlich im Wald nach – und zwar in beeindruckender Geschwindigkeit. Am Wald sind also nicht nur Blätter und Nadeln grün. „Die Kultivierung und Verarbeitung von Österreichs Rohstoff Nummer 1 sichert zahlreiche Arbeitsplätze in der Forst- und Holzwirtschaft“, so Karl Schafferer, Vorstandsvorsitzender von proHolz Tirol.

Urbanes Bauen mit Holz

Der Nachhaltigkeitstrend gepaart mit der hohen Nachfrage nach Wohnraum im urbanen Raum bietet eine große Chance dafür, Holz als zukunftsweisendes Material am Markt zu etablieren. Im Zuge des Green Deals der EU, der Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent machen soll, wird die Verwendung von erneuerbaren Rohstoffen im Bausektor unabdingbar werden. Und Holz ist nicht nur klimaneutral. Holz ist klima-positiv.Obwohl sich die Entwicklung hin zum großvolumigen Holzbau bereits abzeichnet, sind diesbezüglich noch einige Hindernisse zu überwinden: fehlende Standardisierung, Fachkräftemangel, mangelnde Erfahrung mit Holz bei Entscheidungsträgern.

Build-in-Wood

Das EU Projekt „Build-in-Wood“ versucht strategisch Barrieren abzubauen. Die 21 internationalen Projektpartner repräsentieren die gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff Holz bis zum fertigen Bauwerk. Neben der Planung von Gebäudesytemen bezieht das Projekt auch Endverbraucher, Politiker und lokale Gemeinschaften mit ein, um das Wissen und die Akzeptanz von Holz als Baumaterial in der europäischen Gesellschaft zu erhöhen. So soll der Weg für hölzerne Großprojekte geebnet werden. Die Stadt Innsbruck will hier eine Vorreiterrolle einnehmen und mit gutem Beispiel vorangehen. Der Innsbrucker Bürgermeister Georg Willi ist überzeugt: „Der Einsatz von Holz im Bauwesen ist ein zentraler Punkt, wenn es um CO2-Reduktion und Klimaschutz geht.“

Neugründungen

  • MSG Medical Shockwave GmbH
    Inhaber: Werner Scheffknecht, Dr. Emanuel Steffknecht, Dr. Christof Böhler, DI Michael Biedermann
    FN: FN 452911x
    Rennweg 37
    6020 Innsbruck
  • ConstUArtis Kramat GmbH
    Inhaber: Gerhard Urak, Andre' Angermüller, ConstrUArtis Projekt GmbH
    FN: FN 452824v
    Faistenbergerweg 7
    6370 Kitzbühel
  • Housebook e.U.
    Inhaber: Christian Schniersmeyer
    FN: FN 447052f
    Salzburgerstraße 22b
    6380 St. Johann in Tirol
  • Right Hand Sourcing Solutios e.U.
    Inhaber: Michael Götz
    FN: FN 447337z
    Kaiseraufstieg 8
    6330 Ebbs
  • artdirection4u ADVERTISING GmbH
    Inhaber: Gina Dessalines
    FN: FN 440990s
    Kronthalerstraße 2
    6330 Kufstein

Insolvenzen

  • Special Parts & Modules GmbH
    Inhaber: Andrea Bucher
    Auweg 6
    6123 Terfens
  • "Sarah's Haarschneiderei"
    Inhaber: Sarah Ambacher
    Trujegasse 1
    6464 Tarrenz
  • Kurz Matthias, Hausmeister
    Inhaber:
    Endach 30
    6330 Kufstein
  • Bidsbull.com Internet Service GmbH
    Inhaber: Christian Abermann
    Kaiserstraße 4
    6370 Reith
  • Erkan Tas, Verputzer
    Inhaber: Erkan Tas
    Anton Öfner-Straße 29/9/69
    6130 Schwaz
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