05.07.2018

Playful Business

Er will doch nur spielen.

Der Mensch spielt gerne, arbeiten hingegen gehört eher weniger zu seinen präferierten Tätigkeiten. Oftmals handelt es sich dabei eher um eine lästige Notwendigkeit denn um Vergnügen. Was aber, wenn sich Arbeit wie Spielen anfühlen würde?

 

Die Fähigkeit, spielerisch zu lernen wurde dem Menschen in die Wiege gelegt. Im Erwachsenenleben und im Job ist zum Spielen aber kein Platz“, sagt Harry Gatterer, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts und erklärt ein Problem unserer Zeit: „Wir haben den grundmenschlichen Lernmodus des Spielens verdrängt.“ Dabei zeigt sich, dass es genau diesen Modus in Zukunft wieder stärker braucht. „Der Informationsüberschuss und die Komplexität unserer vernetzten Welt verlangen Beweglichkeit und spielerische Kompetenzen – von Organisationen, Unternehmen und jedem Einzelnen”, erläutert Gatterer. Situatives Handeln, Flexibilität, Experimentierfreudigkeit, die Fähigkeit ein Momentum zu erzeugen und ein mutiger Umgang mit Fehlern sind Faktoren, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

 

Als Kinder erlernen wir diese Kompetenzen ganz natürlich im Spiel, weshalb sich nun der Trend zu einer neuen Unternehmenskultur erkennen lässt: Das „Playful Business“ rückt die Spielfreude der Mitarbeiter in den Fokus und stärkt so die notwendigen Fähigkeiten für die komplexen Anforderungen der Zukunft. Voraussetzung dafür ist aber auch eine spielerische Denkweise der Führungskräfte. „Wir brauchen keine Manager, die Probleme lösen, die wir gar nicht haben. Es braucht Leader, die wissen, wie man spielt, wie man Regeln etabliert und sie neu setzt“, sagt Gatterer und prognostiziert: „Wer spielt, gewinnt.“ Das ist zugleich auch der Titel einer neuen Trendstudie des Zukunftsinstitutes.

 

Mehr als Gamification

 

Im Businessbereich sind spielerische Ansätze nichts gänzlich Neues. Gamification soll seit längerem Produkten oder standardisierten Aufgaben durch spieltypische Elemente wie Punktprämien, Auszeichnungen, Fortschrittsbalken oder Highscores einen gewissen Reiz verleihen. Allerdings zielt Gamification allzu oft nur darauf ab, Menschen durch spielerische Methoden zu mehr Konsum oder höherer Effizienz bei der Arbeit zu bewegen. „Man hat sich darauf konzentriert, Dinge, die eigentlich langweilig sind und keinen Spaß machen, so zu verpacken, dass sie kurzfristig unterhaltsam sind“, sagt Studienleiter Christian Schuldt. Co-Autorin Janine Seitz erklärt, warum dieser Ansatz ein Update benötigt: „Sobald den Spielern die Mechanismen klar sind, gibt es keine neuen Herausforderungen mehr und Routine tritt ein. Das macht das Spiel langweilig und der spielerische Effekt verpufft.”

 

Nachhaltige Gamification zeichnet sich hingegen dadurch aus, dass sie nicht auf die Maximierung des gewünschten Endresultats – etwa mehr Konsum oder höhere Effizienz – versteift ist. Vielmehr muss für einen langfristigen Effekt der kreative Weg als Ziel im Fokus stehen. „Bei herkömmlicher Gamification bleibt das, was eigentlich in ihrem Kern stecken sollte, auf der Strecke: das Spielerische, das Explorieren und Experimentieren. Nur das schafft nachhaltig Motivation”, weiß Seitz.

 

Spielerisches Denken für die Zukunft

 

Die kindliche Eigenschaft, offen an Themen heranzugehen, ohne Rücksicht auf Fehler Lösungen auszuprobieren, sie bei Scheitern zu überdenken und mit dem erworbenen Wissen neu anzugehen, ist es, die wir verlernt haben, die wir für die heutigen Anforderungen und jene der Zukunft aber unabdingbar brauchen. „Planbarkeit wird zusehends zur Illusion“, bestätigt Seitz. Die notwendigen Kompetenzen in unserer komplexen Welt sind sowohl für Unternehmen als auch ihre Mitarbeiter spielerischer Natur. Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Experimentierfreudigkeit, Komplexitätsaffinität und Unsicherheitskompetenz entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Der Appell lautet: Spielt nicht nur, sondern denkt spielerisch. „Das verhindert die Denkfalle der Linearität“, erklärt Schuldt. „Es erlaubt spontane Planänderungen und denkt Alternativen von Anfang an mit. Und ganz entscheidend: Es erlaubt zu scheitern und aus den Erfahrungen zu lernen.”

 

Unternehmen müssen daher den Schritt von Gamification zur Playful Gamification gehen. „Denn Gamification definiert nur die Regeln des Spiels, Playfulness das Denken“, sagt Schuldt.

 

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STUDIE:

Playful Business – Wer spielt, gewinnt!

  • Studienleitung: Christian Schuldt // Autoren: Florian Kondert, Carl Naughton, Lena Papasabbas, Philipp Reinartz, Christian Schuldt, Silke Seemann, Janine Seitz
  • 111 kunterbunte, spannende Seiten, 190 Euro (zzgl. 7 % MwSt.)
  • www.zukunftsinstitut.de

 

„Playful Business – Wer spielt, gewinnt“ erklärt nicht nur die Bedeutung des Spielerischen für Mensch, Gesellschaft und Organisationen. Sie zeigt darüber hinaus auf, wie man dieses Denken in diversen Bereichen eines Unternehmens einsetzt, um in Zukunft erfolgreich zu sein:

• Leadership: Playfulness als zentrale Führungskompetenz in 6 Schritten

• Kollaboration: Bessere Ergebnisse durch neue Spielregeln

• Innovation: Spielerisch erneuern durch Human-Centered Design

• Learning: Lernen, zu spielen – und spielerisch lernen

• Recruiting: Der Gamification-Joker im War for Talents

• Marketing: Kundenbindung mit extrinsischen und intrinsischen Anreizen

Neugründungen

  • MSG Medical Shockwave GmbH
    Inhaber: Werner Scheffknecht, Dr. Emanuel Steffknecht, Dr. Christof Böhler, DI Michael Biedermann
    FN: FN 452911x
    Rennweg 37
    6020 Innsbruck
  • ConstUArtis Kramat GmbH
    Inhaber: Gerhard Urak, Andre' Angermüller, ConstrUArtis Projekt GmbH
    FN: FN 452824v
    Faistenbergerweg 7
    6370 Kitzbühel
  • Housebook e.U.
    Inhaber: Christian Schniersmeyer
    FN: FN 447052f
    Salzburgerstraße 22b
    6380 St. Johann in Tirol
  • Right Hand Sourcing Solutios e.U.
    Inhaber: Michael Götz
    FN: FN 447337z
    Kaiseraufstieg 8
    6330 Ebbs
  • artdirection4u ADVERTISING GmbH
    Inhaber: Gina Dessalines
    FN: FN 440990s
    Kronthalerstraße 2
    6330 Kufstein

Insolvenzen

  • Special Parts & Modules GmbH
    Inhaber: Andrea Bucher
    Auweg 6
    6123 Terfens
  • "Sarah's Haarschneiderei"
    Inhaber: Sarah Ambacher
    Trujegasse 1
    6464 Tarrenz
  • Kurz Matthias, Hausmeister
    Inhaber:
    Endach 30
    6330 Kufstein
  • Bidsbull.com Internet Service GmbH
    Inhaber: Christian Abermann
    Kaiserstraße 4
    6370 Reith
  • Erkan Tas, Verputzer
    Inhaber: Erkan Tas
    Anton Öfner-Straße 29/9/69
    6130 Schwaz
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