08.11.2019

Positiv

Das Rektoratsteam: Wolfgang Fleischhacker, Manuela Groß, Christine Bandtlow und Peter Loidl // Foto: MUI/Bullock

Das Rektoratsteam der Medizinischen Universität Innsbruck zieht nach zwei Jahren Zwischenbilanz.

Welche Entwicklung nimmt die wichtigste medizinische Bildungs- und Forschungseinrichtung in Westösterreich in den nächsten Jahren? „Eine höchst positive“, erklärte Rektor W. Wolfgang Fleischhacker im Rahmen einer Pressekonferenz in Innsbruck. Vor zwei Jahren ist er gemeinsam mit Christine Bandtlow (Forschung und Internationales), Peter Loidl (Lehre und Studienangelegenheiten) und Manuela Groß (Finanzen und IT) angetreten, einen Prozess der Veränderung einzuleiten. Ein sichtbares Zeichen für die Neuerungen ist die aktive Berufungspolitik: 19 neue Professorinnen und Professoren hat Rektor Fleischhacker bereits berufen und 14 Verfahren laufen derzeit. Ermöglicht wurde diese für den universitären Medizinstandort wichtige Entwicklung durch eine entsprechende Finanzpolitik. Dabei halfen auch die Ende 2018 abgeschlossene Leistungsvereinbarungen: Das Rektoratsteam konnte hierbei eine Steigerung des Budgets um 12,23 Prozent erreichen. Bis 2021 stehen insgesamt 410,128 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich zum Universitätsbudget fließen rund 205 Millionen Euro an Mittel für den Klinischen Mehraufwand (KMA) sowie zur Anschaffung gemeinsamer Geräte ins Klinikum und damit nach Tirol.

 

Positive Kennzahlen: Blick nach vorne

 

Die Medizinische Universität Innsbruck bildet die Ärzte und medizinischen Forscher von morgen aus: Mit über 3.000 Studierenden und rund 2.000 Mitarbeiter ist sie eine der wichtigsten Arbeitgeberinnen in Tirol. „Nach Jahren der Stabilisierung verspüren wir aktuell einen Aufwind“, erklärt Rektor W. Wolfgang Fleischhacker. Wichtige Kennzahlen, wie unter anderem die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen (1.402), die Einwerbung von Drittmitteln (über 42 Mio. Euro 2018) oder die Steigerung der Absolventenzahlen auf zuletzt 347 (Studienjahr 2017/18) weisen nach oben. „Wir haben in den ersten zwei Jahren wichtige Weichenstellungen vorgenommen. Unser Blick bleibt aber nach vorne, auf die Herausforderungen gerichtet, die noch vor uns liegen“, sagt Fleischhacker.

 

Aktuelle Themen auf der Agenda sind die weitere Stärkung der Allgemeinmedizin, die Digitalisierung, die Finanzierung der klinischen Forschung sowie die weitere Optimierung der Zusammenarbeit mit den tirol kliniken.

 

Aktuelle Herausforderungen

 

Gerade die Kommunikation und die Zusammenarbeit sind zwei Kernaspekte in der täglichen Arbeit von Rektor Fleischhacker. „Ohneeinander geht es am Standort Tirol nicht. Wir müssen die Universitätsmedizin gemeinsam mit unseren Partnern, dem Bundesministerium, dem Land Tirol und den tirol kliniken weiterentwickeln.“ Gemeinsam mit den tirol kliniken und dem Land Tirol wurde so ein „Letter of Intent! unterzeichnet, der auf eine „patientenorientierte Strategie“ der Versorgung abzielt. „Wir werden gemeinsam Maßnahmen setzen, um eine qualitätsorientierte Patientenversorgung im universitären Kontext sicherstellen zu können.“ Auch mit anderen Tiroler Hochschulen gibt es Projekte, beispielsweise im Bereich der Sportmedizin (LFUI) oder Public Health (UMIT).

 

Weiterer Ausbau

 

Ein Kernanliegen der Medizinischen Universität Innsbruck ist die Stärkung der Allgemeinmedizin. Die Lehre in diesem Bereich wurde in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. Im Zuge einer vom Rektoratsteam eingeleiteten Verwaltungs- und Organisationsreform wurde das „Institut für Allgemeinmedizin“ neu eingerichtet. „Wir haben damit die Voraussetzungen geschaffen, das Fach Allgemeinmedizin noch stärker als bisher in der Lehre und der Forschung zu verankern“, erklärte der Vizerektor für Lehre und Studienangelegenheiten, Peter Loidl. „Die Einrichtung und Etablierung soll jetzt schrittweise gemeinsam mit dem Land Tirol und den Tiroler Gebietskrankenkassen erfolgen."

 

Translationale Forschung

 

Die Forscher der Medizinischen Universität Innsbruck sind äußerst produktiv. Insbesondere auf EU-Ebene konnten zuletzt mehrfach Wissenschafter der Medizinischen Universität Innsbruck hochkompetitive Ausschreibungen für sich entscheiden. Das Portfolio reicht dabei von der Grundlagenforschung bis zur angewandten Forschung. „Die Krankenversorgung ist zentraler Bestandteilt der akademischen Medizin, auch die klinische Forschung spielt eine dementsprechend wichtige Rolle“, erklärte Christine Bandtlow, Vizerektorin für Forschung und Internationales. Um diesen Bereich weiter zu stärken, wurde an der Medizinischen Universität Innsbruck kürzlich die „Early Phase Unit“ für die Unterstützung klinischer Studien, die noch am Anfang stehen, gegründet. Die Vizerektorin kritisierte in diesem Zusammenhang den Entschluss der Österreichischen Nationalbank (OeNB) zukünftig keine klinische Forschung mehr zu fördern. „Von Forschungsergebnissen, die aus dem Labor direkt ans Krankenbett gelangen, profitiert die Bevölkerung. Dementsprechend wichtig sind entsprechende Fördermöglichkeiten in diesem Bereich.“

 

Digitalisierung & Zentralisierung der Verwaltung

 

In der Forschung, Lehre aber auch in der Verwaltung spielen Daten, Datenmanagement und Datensicherheit eine immer größere Rolle. Die IT-Infrastruktur an der Medizinischen Universität Innsbruck wird dementsprechend adaptiert und ausgebaut. Eines der bisher größten Projekte im Bereich der Vizerektorin für Finanzen und IT, Manuela Groß, war die Fertigstellung des neuen zentralen Lehr- und Lerngebäudes der Medizinischen Universität Innsbruck in der Fritz-Pregl-Straße 3. „Wir konnten hier erstmals unsere Verwaltungseinrichtungen zentral unterbringen, was die Zusammenarbeit stark erleichtert“, so Groß.

 

In dem elfgeschossigen Gebäude, das am 4. Dezember offiziell eröffnet wird, ist derzeit auch Innsbrucks modernster Hörsaal untergebracht: Das Audimax fasst 450 Personen. Zudem gibt es eine Reihe weiterer Initiativen im Bereich der Digitalisierung.

Neugründungen

  • MSG Medical Shockwave GmbH
    Inhaber: Werner Scheffknecht, Dr. Emanuel Steffknecht, Dr. Christof Böhler, DI Michael Biedermann
    FN: FN 452911x
    Rennweg 37
    6020 Innsbruck
  • ConstUArtis Kramat GmbH
    Inhaber: Gerhard Urak, Andre' Angermüller, ConstrUArtis Projekt GmbH
    FN: FN 452824v
    Faistenbergerweg 7
    6370 Kitzbühel
  • Housebook e.U.
    Inhaber: Christian Schniersmeyer
    FN: FN 447052f
    Salzburgerstraße 22b
    6380 St. Johann in Tirol
  • Right Hand Sourcing Solutios e.U.
    Inhaber: Michael Götz
    FN: FN 447337z
    Kaiseraufstieg 8
    6330 Ebbs
  • artdirection4u ADVERTISING GmbH
    Inhaber: Gina Dessalines
    FN: FN 440990s
    Kronthalerstraße 2
    6330 Kufstein

Insolvenzen

  • Special Parts & Modules GmbH
    Inhaber: Andrea Bucher
    Auweg 6
    6123 Terfens
  • "Sarah's Haarschneiderei"
    Inhaber: Sarah Ambacher
    Trujegasse 1
    6464 Tarrenz
  • Kurz Matthias, Hausmeister
    Inhaber:
    Endach 30
    6330 Kufstein
  • Bidsbull.com Internet Service GmbH
    Inhaber: Christian Abermann
    Kaiserstraße 4
    6370 Reith
  • Erkan Tas, Verputzer
    Inhaber: Erkan Tas
    Anton Öfner-Straße 29/9/69
    6130 Schwaz
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