#
Life

ENTFESSELTE KERAMIK AUS DEM DRUCKER

17.5.2022

In einer ehemaligen Industriehalle bei St.Bartlmä in Innsbruck wird feines Handwerk und Hightech in Synthese praktiziert. Was dabei herauskommt, sind in Gestalt und Haptik spektakuläre Druckerzeugnisse aus Keramik, von der Espressotasse über die Lampe bis hin zum keramischen Wandpaneel. Geht es nach den beiden Gründern Jan Contala und Philipp Schwaderer, ist das noch längst nicht alles gewesen.

Das technische Rüstzeug für ihr heutiges innovatives Arbeitsfeld haben sich Contala und Schwaderer im Architekturstudium in Innsbruck erarbeitet, wo sie sich unter anderem im Robotiklabor ausgetobt haben. Die Maschine, die den 3-D-Druck von Keramik ermöglicht, haben die Architekten in Eigenregie gebaut und die Druckmethoden kontinuierlich verfeinert. Unter einem Sechsachsroboterarm haben sie in einem Katalog schon ein Kreuzchen gemacht. An die Anforderungen des 3-D-Keramikdrucks angepasst wird das Gerät dann vor Ort. „Wir machen die Maschinen- und Druckkopfentwicklung selbst. Prototypen drucken wir vor Ort mit einem Kunststoffdrucker, bevor wir sie in Metall anfertigen lassen“, erklärt Jan Contala.

Philipp Schwaderer hat sich bereits an der Universität intensiv mit dem heutigen Werkstoff der Wahl beschäftigt, Contala bringt entsprechendes Know-how aus dem Kunststoffbereich mit. Die Männer harmonieren gut miteinander und haben schon im Studium seit dem Bachelorabschluss alle Projekte gemeinsam umgesetzt. Die Jungarchitekten sehen sich als Brückenbauer zwischen den Sphären des Analogen und Digitalen. „Der 3D-Druck schafft Individualität ohne Mehraufwand“, sagt Contala.

KUNST TRIFFT WAND

Der Designprozess findet bei cera.LAB komplett digital statt. „Dadurch können wir komplexe und dabei doch organisch wirkende Formen generieren, die man sich in seiner Fantasie schon fast nicht mehr vorstellen kann“, erklärt Contala. Dabei werden die Formen überwiegend nicht etwa mit der Maus gezeichnet, sondern vielmehr programmiert. Dieser Ansatz nennt sich Algorithms-AidedDesign, in der Architektur spricht man in diesem Zusammenhang manchmal auch vom Parametrismus. Zaha Hadid, die mit der Bergiselschanze und Hungerburgbahn Innsbruck ihren architektonischen Stempel aufgedrückt hat, gehörte zu den Vorreite-rinnen dieser architektonischen Strömung.

Um diesen Beitrag weiter zu lesen,
bestellen Sie bitte die aktuelle Printausgabe.

Ausgabe kaufen
Mehr erfahren

Hier kommen Sie zur Ausgabe
eco.
newsletter

Newsletter

Mit dem kostenlosen Newsletter keine spannenden Artikel mehr verpassen!
Zu jeder Ausgabe gibt es vier Artikel in voller Länger mit entsprechendem Bildmaterial.
Jetzt ANmelden
alle.
ausgaben
Mehr erfahren
Tirol'S Top 500 - Juli 2022
07/2022

Tirol's Top 500 - Juli 2022

Jetzt bestellen
Online lesen
Wirtschaftsmagazin Juni 2022
05/2022

Wirtschaftsmagazin Juni 2022

Jetzt bestellen
Online lesen
Spezial: Architektur Mai 2022
04/2022

Spezial: Architektur Mai 2022

Jetzt bestellen
Online lesen
Wirtschaftsmagazin April 2022
04/2022

Wirtschaftsmagazin April 2022

Jetzt bestellen
Online lesen
Mehr erfahren
Erstellt von MOMENTUM
schließen